Wirtschaftsregion

VOM TOURISTENMAGNET NIBELUNGENSTEIG PROFITIEREN

Wirtschaftsförderung Bergstraße lud zum Treffen der Anrainerkommunen und Forstbehörden am Nibelungensteig in Grasellenbach ein / Beliebtheit des Wanderns nimmt zu

Vom Touristenmagnet Nibelungensteig profitieren
Rund 30 Teilnehmer aus dem Kreis Bergstraße, dem Odenwaldkreis und dem Kreis Miltenberg waren zur Veranstaltung gekommen, bei der die neuesten Entwicklungen am Nibelungensteig sowie die geplanten Projekte rund um den Wanderweg im Fokus standen. - © Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH

„Der Nibelungensteig ist ein Highlight für den Tourismus im Kreis Bergstraße“, weiß Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB). Mit ihrem Fachbereich Tourismusagentur hat sich die WFB die Förderung des Tourismus im Kreis Bergstraße auf die Fahnen geschrieben.

In diesen Tagen lud die WFB die Anrainerkommunen und Forstbehörden am Nibelungensteig zu einem Treffen im Hotel Ferienglück in Grasellenbach ein. Auf der Agenda standen ein Überblick über die neuesten Entwicklungen am Nibelungensteig sowie die geplanten Projekte rund um den Touristenmagnet. Rund 30 Teilnehmer aus dem Kreis Bergstraße, dem Odenwaldkreis und dem Kreis Miltenberg waren zur Veranstaltung gekommen.

Zunächst begrüßte Bürgermeister Markus Röth, Gemeinde Grasellenbach, die Anwesenden. „Seit seiner Ausweisung im Jahr 1998 hat der Nibelungensteig viele Wandergäste in die Region gebracht“, bestätigte der Bürgermeister. Somit kurble der Wanderweg den Tourismus an und stärke die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises Bergstraße insgesamt, unterstrich er.

Die thematische Einführung übernahm Dr. Zürker. „Aktuelle Studien belegen, dass der Wunsch nach dem Erleben von Natur und Landschaft sowie gesundheitliche Aspekte wie Stressabbau und Kraft sammeln zunehmend an Bedeutung gewinnen“, erläuterte er, „insgesamt steigt damit auch das Interesse am Wandern.“ Wie Dr. Zürker weiter erklärte, erfahre das Thema nach wissenschaftlichen Untersuchungen vor allem von Personen mit höherem Bildungsgrad und Einkommen viel Zuspruch – eine attraktive Zielgruppe, von der die gastronomischen Betriebe und der Tourismus insgesamt profitierten. Bei den Informationsquellen, die Wanderfreunde nutzen, stehe das Internet an oberster Stelle. „Die Tourismusagentur trägt mit der neuen Homepage www.nibelungenland.net und der Präsentation des Nibelungensteigs unter www.nibelungensteig.info diesen Entwicklungen Rechnung“, so der WFB-Geschäftsführer. Diese Internetportal sind auch spezielle für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-PCs entwickelt worden und stellen den Nutzern eine Fülle an interaktiven Informationen über den Nibelungensteig und andere touristische Ziele im Kreis Bergstraße zur Verfügung.

„Darüber hinaus gibt es unter www.nibelungenland.net pauschale Reiseangebote, die bequem von zu Hause aus online gebucht werden können“, führte Lars Gölz, Projektleiter der Tourismusagentur anschließend weiter aus. Der Gast könne in mehreren Tagen entweder den gesamten Nibelungensteig oder Teile davon erwandern, ohne dabei Gepäck mitführen zu müssen. Die Wanderstrecken und Übernachtungen stehen bereits im Vorfeld fest. Wie Gölz darstellte, wurde im Jahr 2014 eine Reihe von Maßnahmen zur Bewerbung des Steigs umgesetzt. So sei neben verschiedenen Zeitschriften und Magazinen der Steig auch auf der Homepage der Deutschen Zentrale für Tourismus (www.germany.travel) zu finden. In Arbeit seien derzeit zehn Übersichtskarten, die einheitlich an der gesamten Strecke des Nibelungensteigs aufgestellt werden sollen. Auf den Karten kann der Wanderer seinen aktuellen Standort und die umliegenden Sehenswürdigkeiten erkennen. Die Aufstellung der Karten erfolge durch den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald e.V.

Manfred Hering, Hauptwanderwart Odenwaldklub e.V., stellte danach eine Alternativroute zum Nibelungensteig vor, die von Hüttenthal nach Erbach abzweigt und über Bullau wieder auf den ursprünglichen Nibelungensteig trifft. „Die Länge der Route beträgt 29 Kilometer, zu überwinden sind 620 Höhenmeter“, so Hering.

Im Anschluss nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit zur Diskussion, so dass sich ein Dialog mit den Referenten entwickelte. Besprochen wurden unter anderem Verpflegungsmöglichkeiten für Wanderer entlang des Steigs: Ein Vorschlag war, die Gastronomen dahingehend zu sensibilisieren, dass diese bei Ruhetagen einen Aushang an ihrer Tür anbringen, der auf Einkehrmöglichkeiten in der Umgebung verweist.

„Am Nibelungensteig ist viel in Bewegung“, resümierte Dr. Zürker. „Die Tourismusagentur wird auch künftig alles daran setzen, um im Schulterschluss mit den Anrainerkommunen und den gastronomischen Betrieben im Kreis Bergstraße das touristische Highlight weiter voran zu bringen, damit wir alle davon profitieren“, schloss er.

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