Wirtschaftsregion

BUCH "950 JAHRE STARKENBURG BEI HEPPENHEIM"

Rechtshistoriker Karl Härter gibt Festbuch über die Starkenburg heraus / Umfassendes Nachschlagewerk über die wechselvolle Geschichte des Heppenheimer Wahrzeichens

Buch "950 Jahre Starkenburg bei Heppenheim"
Die Starkenburg wacht seit über 950 Jahren über die Kreisstadt Heppenheim und die Region. - © Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH

11.01.2016 / Die Starkenburg bei Heppenheim feierte 2015 ihr 950-jähriges Jubiläum. Zum Fest veröffentlichten der Heppenheimer Geschichtsverein mit dem Heimat- und Verkehrsverein und dem Magistrat ein Buch über die Bedeutung der Burg und die Einordnung in die deutsche sowie europäische Geschichte. Herausgeber des Buches mit dem Titel „950 Jahre Starkenburg bei Heppenheim“ ist der Rechtshistoriker Karl Härter. Das Projekt wurde von der Sparkasse Starkenburg unterstützt und enthält ein Vorwort des Heppenheimer Bürgermeisters Rainer Burelbach sowie ein Grußwort des Sparkassendirektors Jürgen Schüdde.

Bei seiner Festrede am 07. Juni 2015 gab Härter einen Einblick in den Inhalt des Buches. Die Geschichte der Starkenburg umfasst alle historischen Epochen von Mittelalter, über frühe Neuzeit, 19. und 20. Jahrhundert bis in die Zeitgeschichte. Viele Herren der Starkenburg hatten zudem europaweit Einfluss. Der Autor stellt in seinem Buch die Verflechtungen zwischen Starkenburg, Kloster Lorsch, Stadt Heppenheim und Kreis Bergstraße dar. Die Entstehung der Burg hat jedoch keinen lokalen, sondern vielmehr einen reichspolitischen Konflikt als Ursprung: Den Machtkampf zwischen Heinrich IV., dem Lorscher Abt Udalrich und dem Erzbischhof Adalbert von Hambug-Bremen gewann am Ende der Abt. 

Im Dreißigjährigen Krieg war die Starkenburg häufiger Schauplatz von Konflikten, bei denen viele Menschen starben. Die Burg, welche zunächst von Herren der protestantischen Kurpfalz erobert wurde, fiel bald in die Hände der kaiserlichen Truppen der Spanier. 1631 eroberte sie der Schwedenkönig Gustav Adolf, welcher 1634 von kaiserlich-bayrischen Heeren vertrieben wurde. Ab dem 18. Jahrhundert verloren Burgen ihre militärisch-strategische Bedeutung und die Starkenburg wurde, wie andere Abbruchruinen zum Sinnbild der Romantik. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts trafen sich dort Studenten, Maler und Schriftsteller.

Karl Härters historische Betrachtung der Starkenburg wird durch Fachleute erweitert, welche durch verschiedene Blickwinkel ein umfassendes Gesamtbild der Burg herstellen. So schreibt der Historiker André Rittersberger über die militärische Bedeutung der Starkenburg, der Archivar Fred Rainthel u.a. über Baugeschichte, Verwaltung und Denkmalschutz. Manfred Bräuer, Vermessungsdirektor aus Heppenheim, steuert alte Landkarten mit der Starkenburg und Umgebung bei. Weitere Mitwirker sind der Kunstsammer Jürgen Maurer, Dieter Schnabel, Harald Kandler von der Staatlichen Verwaltung der Schlösser und Gärten, Gunnar Knöß, Jugendherbergsvater Martin Reichelt, Martin Metzendorf, Reinhard Antes, Vorsitzender der Bergsträßer Winzergenossenschaft und Klaus-Dieter Schroth.

Info: Das Festbuch „950 Jahre Starkenburg bei Heppenheim: Historische und aktuelle Perspektiven auf eine starke Burg“ in DIN A4-Größe hat 182 Seiten, ist durchgehend vierfarbig und enthält zahlreiche Abbildungen. Es ist unter anderem erhältlich in der Buchhandlung May, Friedrichstraße 29 in Heppenheim zum Preis von 15,00 €.

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