Wirtschaftsregion

Kleine Kürbiskunde

In der Goldenen Jahreszeit bringen viele bunte Kürbisse Farbe in den Herbst-Alltag. Fünf Kürbisarten bilden die Familie der Kürbisgewächse, die mittlerweile auf über 800 Kürbissorten herangewachsen ist. Grund genug, einmal die bekanntesten Kürbissorten vorzustellen, die auch bei den regionalen Hofläden, Markständen und Gemüsehändlern erhältlich sind.

  • Butternut-Kürbis
    Der Butternut-Kürbis (Butternuss) ist ein aus Mexiko stammender Speisekürbis, der aufgrund seiner länglichen Birnenform gut erkennbar ist. Das zarte, hellorangefarbene Fruchtfleisch besitzt ein buttriges, leicht nussiges Aroma. Auch die Kerne schmecken angenehm nussig.
    Zubereitung: Die harte Schale sollte mit einem großen und scharfen Sägemesser entfernt werden. Dazu am besten erst den Stilansatz entfernen und den Kürbis in der Länge vierteln. Danach das Kerngehäuse mit einem großen Löffel entfernen und anschließend die Schale abschneiden. Nun das Fruchtfleisch in Scheiben und dann in Würfel schneiden.
    Eignet sich besonders für: Suppen, Püree, Kürbiskuchen, zum Braten, zum Dünsten
  • Spaghettikürbis
    Der Spaghettikürbis verdankt seinen Namen den langen, nudelähnlichen Fasern des Fruchtfleischs im Inneren. Der oval-runde, längliche Kürbis verspricht ein mildes Aroma und erinnert an den Geschmack von Zucchini. Das Besondere: nach dem Garen lässt sich das Fruchtfleisch wie Spaghetti mit einer Gabel herausziehen.
    Zubereitung: Der Spaghettikürbis wird meist im Ganzen gekocht. Zuvor wird lediglich der Stielansatz herausgeschnitten. Nach dem Garen wird der Kürbis aufgeschnitten, das Kerngehäuse entfernt und das Fruchtfleisch mit einer Gabel herausgekratzt. Alternativ kann man den Kürbis auch der Länge nach halbieren, das Kerngehäuse entfernen und mit der Öffnung nach unten auf ein Backblech mit etwas Wasser legen. Nach dem Garen im Backofen (oder in der Mikrowelle!), kann das Fruchtfleisch direkt aus seiner Schale mit einer Gabel „gelöffelt“ werden.
    Eignet sich besonders für: Pasta, überbacken, als Beilage
  • Blue Hubbard-Kürbis
    Meist als Zierkürbis verwendet, kann der Blue Hubbard-Kürbis, mit seiner breitbauchigen und  an beiden Enden zugespitzten Form, auch problemlos zum Kochen verwendet werden. Unter der dicken, grau-grünen Schale verbirgt sich ein süßes, dunkelgelbes Fruchtfleisch. Durch seinen hohen Anteil an β-Carotin ist er zudem sehr gesund.
    Zubereitung: Die Schale ist nicht zum Verzehr geeignet und muss daher entfernt werden. Anschließend können die Kerne mit einem breiten Löffel heraus geschabt und das Fleisch geschnitten werden.
    Eignet sich besonders für: Suppen, Püree, Kompott, Auflauf, Gratin, Chutney, Thanksgiving-Pie, an Gnocchi oder Risotto
  • Hokkaido-Kürbis
    Der kleine, rotorangene Kürbis zählt bei uns mit zu den beliebtesten Kürbisarten. Mit seinem nussigen Aroma ist er ab September bis weit in den Winter hinein bei uns erhältlich. Ursprünglich stammt der Hokkaido-Kürbis von der gleichnamigen Insel in Japan.
    Zubereitung: Die Schale wird beim Kochen weich und kann mit verzehrt werden. Die Kerne im Inneren werden mit einem großen Löffel entfernen und das Kürbisfleisch vor dem Kochen in Spalten oder Würfel geschnitten.
    Eignet sich besonders für: Suppen, Püree, Auflauf, als Beilagen, als Hauptgerichte, Brot
  • Türkenbund-Kürbis
    Der Türkenbund-Kürbis, auch Türkenturban oder Bischofsmütze genannt, fällt besonders durch seine markante Form auf – es wirkt fast, als würde auf dem unteren Kürbis ein zweiter wachsen. Obwohl diese Kürbissorte zum Verzehr geeignet ist, wird der Türkenturban-Kürbis meist ausgehöhlt als dekorative Suppenschüssel verwendet.
    Zubereitung: Kappe im Ganzen abschneiden und die Kerne im Inneren mit einem großen Löffel entfernen.
    Eignet sich besonders für: Suppen, Gefüllte Kürbisse
  • Kamo-Kamo-Kürbis
    Der Kamo-Kamo-Kürbis ist rund und die Schale breit gerippt. Der ursprünglich aus Neuseeland stammende Kürbis wird auch Maori genannt und ist nur genießbar, wenn er jung geerntet wird.
    Zubereitung: Die Schale muss vor der Zubereitung entfernt werden. Anschließend können die Kerne mit einem breiten Löffel heraus geschabt werden.
    Eignet sich besonders für: Suppen, zum Backen
  • Patisson-Kürbis
    Die Form des Patisson-Kürbis erinnert an ein Ufo und die Schale ist meist weiß oder weiß-gelb. Junge Früchte haben eine dünne, weiche Schale, die bei älteren Früchten hart wird.
    Zubereitung: Bei jungen Früchten ist die Schale dünn und das Kerngehäuse noch nicht ausgebildet, daher kann der Patisson-Kürbis ungeschält und unentkernt verzehrt werden.
    Eignet sich besonders für: Gefüllte Kürbisse, Salate, sauer eingelegt
  • Appalachian-Kürbis
    Der Appalachian-Kürbis wird auch Holloween-Kürbis genannt, da er an Halloween gerne zum Schnitzen genutzt wird. Das Fruchtfleisch ist dick und besitzt ein feines, süßliches Kürbisaroma. Auch die Kürbiskerne eignen sich gut zum Verzehr.
    Zubereitung: Zunächst wird der Stielansatz entfernt. Danach kann das Kerngehäuse mit einem großen Löffel herausgeholt werden. Auch an das Fruchtfleisch gelangt man am besten, wenn dann dieses mit einem Löffel herauskratzt. So bleibt die dicke Schale erhalten und kann weiter zum Schnitzen genutzt werden.
    Eignet sich besonders für: Suppen, Marmelade, Konfitüre, zum Backen, zum Schnitzen
  • Muskatkürbis
    Der Muskatkürbis gehört zu den beliebtesten Speisekürbissen und ist vielfältig mit dunkelgrünen, braunen oder tieforangefarben leuchtenden Schalen erhältlich. Oft ist er geschnitten in Teilen zu kaufen und besitzt wenige Kerne. Das angenehm würzige Fruchtfleisch ist vielfältig einsetzbar und schmeckt am besten, wenn der Kürbis noch nicht ganz reif ist.
    Zubereitung: Die Schale sowie das Kerngehäuse sind zu entfernen, danach kann der Muskatkürbis praktisch für jedes Kürbisgericht eingesetzt werden. Eine frisch geriebene Muskatnuss unterstreicht das typische Aroma dieser Kürbissorte.
    Eignet sich besonders für: Suppen, Püree, Chutney, Auflauf, Omlett

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