Wirtschaftsregion

Ehemalige Synagoge

Die ehemalige Synagoge Neckarsteinach ist heute in Privatbesitz und dient als Wohnhaus.

Die ehemalige Synagoge wurde 1888/89 erbaut. An selber Stelle stand vorher ein anderes Gebäude, welches zwischen 1801 und 1803 durch die jüdische Gemeinde gekauft wurde. In dem Gebäude wurde ein Betsaal mit Bad und eine Lehrerwohnung eingerichtet. 1886 musste das Haus wegen Baufälligkeit abgebrochen werden, woraufhin das heute erhaltene, mit rotem Sandstein verkleidete Gebäude entstand. 1889 wurde die neue Synagoge eingeweiht.

Beim Novemberprogrom wurde die Synagoge von Nationalsozialisten aus Neckarsteinach und Ziegelhausen verwüstet. Am Abend des 10. November 1938 drangen die Nationalsozialisten gewaltsam in den Betsaal der Synagoge ein, nahmen wertvolle Gegenstände in ihren Besitz und trugen schließlich sämtliche Einrichtungsgegenstände zum Ufer und verbrannten diese. Die Synagoge entging anscheinend nur dadurch der Brandstiftung, dass diese wahrscheinlich durch die enge Bebauung auf einen Großteil der Altstadt übergegangen wäre.

Heute erinnert eine Gedenktafel des Heimat- und Kulturvereins an diese Nacht.

1950 wurde das Gebäude an die Familie Weiher verkauft, die auch heute noch in Besitz des Hauses ist. Die Familie war vormals Mieter der Lehrerwohnung und ebenfalls Opfer der Übergriffe während des Novemberporgrom.

Das Haus kann nur von außen besichtigt werden, da es als Wohngebäude genutzt wird.

Anschrift

Tourist-Information Neckarsteinach
Hauptstr. 7
69239 Neckarsteinach

Telefon (0)6229-920 00

info@neckarsteinach.de

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