Wirtschaftsregion

Grafschaftsmuseum Wertheim

In fünf nebeneinander gelegenen Häusern präsentiert das Wertheimer Grafschaftsmuseum und Otto-Modersohn-Kabinett Schätze aus über 900 Jahren Grafschaftsgeschichte. In zahlreichen volkskundlichen Abteilungen werden neben Weinbau, Fischerei und Blaudruck auch Möbel, Textilien und Münzen sowie andere Gegenstände der Alltagskultur gezeigt. Doch die Gebäude selbst sind auch schon sehenswert, denn sie beherbergten seit dem 16. Jahrhundert für rund 400 Jahre das Rathaus. Die ältesten Gebäudeteile stammen sogar aus dem 14. Jahrhundert. Etwas ganz Besonderes ist jedoch die Doppelwendeltreppe im Turm von 1540, die mit ihren beiden getrennten Treppenläufen einst die verschiedenen Gebäudeteile zugänglich machte. Wie das geht? Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben!

Im „Alten Rathaus“ sind die Räume den kulturhistorischen Sammlungen der Stadt und des Historischen Vereins gewidmet. Ein Biedermeierzimmer, die Scherenschnittabteilung, Karikaturen der Brüder Futterer für die Meggendorffer Blätter, eine Abteilung zur Kleidungsgeschichte der Grafschaft und der heimatvertriebenen Ungarndeutschen sowie die Abteilung zur Burg und den herrschaftlichen Residenzen informieren über die Kulturgeschichte der Stadt und der ehemaligen Grafschaftsorte. Die Abteilung „Kinderland-Zauberland“ mit einer hochwertigen Sammlung von Puppen und Puppenstuben aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert begeistert nicht nur junge Besucher.

Für Kunstfreunde ein absolutes Muss ist das Otto-Modersohn-Kabinett, in dem der norddeutsche Maler mit seinen in Wertheim und Umgebung entstandenen Gemälden präsentiert wird. Otto Modersohn (1865-1943) und seine dritte Frau, die Malerin Louise Modersohn-Breling (1883-1950) kamen in den 1920er Jahren mehrfach zu Malaufenthalten nach Wertheim, in das Taubertal und nach Mainfranken. Sonderausstellungen aus dem Umkreis der Künstlerfamilie ergänzen die Dauerpräsentation im Modersohn-Saal.

Über die gläserne Brücke gelangt man in das Haus „zu den Vier Gekrönten“, dessen Fassadenschmuck mit den vier Märtyrerköpfen ebenfalls einmalig in Deutschland ist. Hier befinden sich die stadtgeschichtlichen Dauerausstellungen mit Münz- und Konfessionsabteilung sowie einem „Frauenzimmer“, in dem wichtige Frauen aus der Wertheimer Geschichte vorgestellt werden. Neben der ständigen Sammlung werden regelmäßig Kunst- und stadtgeschichtliche Sonderausstellungen gezeigt.

Aber man kann auch selbst aktiv werden: ein umfangreiches museumspädagogisches Programm mit Themen wie Blaudruck, Scherenschnitt, Licht- und Feuererzeugung, Ritter, Schattentheater u.v.a.m. ist nicht nur für Schulklassen spannend. Zudem werden im historischen Gewölbekeller Weinproben „nach Goethes Geschmack“ angeboten. Trocken wird der Museumsbesuch im Wertheimer Grafschaftsmuseum also bestimmt nicht.

Anschrift

Rathausgasse 6-10
97877 Wertheim

Telefon 09342 / 301 511

grafschaftsmuseum@t-online.de

Dienstag 10:00 - 12:00 Uhr
14:30 - 16:30 Uhr
Mittwoch 10:00 - 12:00 Uhr
14:30 - 16:30 Uhr
Donnerstag 10:00 - 12:00 Uhr
14:30 - 16:30 Uhr
Freitag 10:00 - 12:00 Uhr
14:30 - 16:30 Uhr
Samstag 14:30 - 16:30 Uhr
Sonntag 14:00 - 17:00 Uhr
24.12.2018 bis 24.12.2018
31.12.2018 bis 31.12.2018
Erwachsene3,- €
Kinder1,50 €
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