Wirtschaftsregion

Burg Wildenberg

Die Ruine Burg Wildenberg ist eine der kunstgeschichtlich, historisch und literaturgeschichtlich bedeutendsten Burgen.

Die Edelherrn von Dürn, Gefolgsleute der Staufenkaiser, waren die Erbauer der Burg, wie die Innschriften im inneren Torbogen verlauten lassen. In den Jahrzehnten um 1200 ließen sie die burg in besonders wertvollen Schmuckformen errichten.

Nach dem im Jahr 1271 die Burg von den Edelherrn von Dürn an das Erzstift Mainz verkauft wurde, blieb der Amtssitz der Mainzer Verwaltung auf ihr bestehen, bis die Burg im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde.

Besondere Bedeutung kommt dem Bauwerk zu, da sich mit ihm der Name Wolfram von Eschenbachs verbinden lässt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit schrieb er einen Teil seines Parsifalromans auf der Burg. Anhand einiger Stellen im Epos lässt sich eine Verbindung zur Wildenburg herstellen. Schon der Name ist eine Übersetzung des Namens der Gralsburg. Außerdem wird auf den großen Kamin im Palas angespielt, um auf die überwältigende Größe des Kamins in der Gralsburg hinzuweisen, wenn er schreibt: "Weder einst noch jetzt sah man je so große Feuer hier zu Wildenberg."

Heute lässt sich anhand der Ruine noch gut erahnen, wie einst das Burginnere ausgesehen haben muss. Der Bergfried schützt mit seinem Graben und Schildmauern die am ehesten gefährdete Bergseite und die im Schatten der Mauer angeordneten Wohnräume. Dim Torturm befand sich die dem Ritterheiligen Georg geweihte Kapelle. An der Talseite stand der Palas, in welchem sich die Versammlungsräume und der Saal befanden.

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