Wirtschaftsregion

Schloss Erbach

Das Schloss Erbach ist Wohnsitz der Gräflichen Familie zu Erbach-Erbach und liegt im Zentrum der Stadt Erbach im Odenwald.

Das Schloss geht auf eine mittelalterliche Burg aus dem Hochmittelalter zurück, heute sichtbar sind allerdings hauptsächlich die Umbauten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Schloss kann unter anderem die bekannte Antikensammlung des Grafen Franz I. zu Erbach-Erbach besucht werden.

Urkundlich erstmals erwähnt wurden Gebäude auf dem Areal des heutigen Schloss 1303. Zu dieser Zeit befand sich auf dem Gelände eine rund angelegte Wasserburg, die um 1140 vom Bauherr Schenk Eberhard I. von Erbach beauftragt wurde. Baumeister war Cementarius Wichmann aus Norddeutschland, der bereits Erfahrungen mit dem Bau von Niederungsburgen hatte. Als Gründe für den Bau der Burg werden Sicherheitsaspekte angenommen. Zur damaligen Zeit bestanden Konflikte mit den Vögten des Klosters Lorsch und mit den Pfalzgrafen bei Rhein.

Von 1500 bis 1530 wurde die Burg zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Die Schutzfunktion der vorhandenen Gräben und Mauern ging mit dem Umbau verloren, da der neue Bau diese deutlich überragte. Im Jahr 1623, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde diese Tatsache von kroatischen Reitern ausgenutzt und die Anlage beschädigt. Der Überfall konnte allerdings abgewehrt werden.

Ab 1736 wurde das Schloss abermals neu aufgebaut. Graf Georg Wilhelm zu Erbach-Erbach ließ auf den Grundmauern der mittelalterlichen Burg ein neues Schloss errichten. Die noch vorhandenen Wasserläufe wurden zu diesem Zweck zugeschüttet. Da es dem gräflichen Haus an ausreichenden Mitteln fehlte, wurde von einem dreiflügeligen Schloss nach Vorbild des Saarbrücker Schlosses nur der Mittelteil verwirklicht. Das heutige Aussehen mit neobarocken Elementen wurde dem Schloss erst 1902 verliehen. Schlossportal, Fensterumrandungen und der Balkon zum Marktplatz wurden in diesem Stil verändert. Die Fassade besteht, anders als man beim Anblick vermuten würde, nicht aus Sandstein, sondern zum Großteil aus eingefärbtem Blech und Holz.

Im Jahr 2005 kaufte das Land Hessen den Großteil der gräflichen Sammlung, die im Schloss zu sehen ist, sowie einen erheblichen Teil des Schlosses von der Gräflichen Familie zu Erbach-Erbach. Der zweite Stock des Schlosses dient der Familie weiterhin als Wohnung.

Besichtigung

Besichtigung der Sammlung und des Schöllenbacher Altars ist nur mit Führung möglich. Öffentliche Führungen werden zu folgenden Zeiten angeboten:

März bis Oktober

Gräfliche Sammlungen:
Montag bis Freitag jeweils 11:00, 14:00 und 16:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag jeweils 11:00, 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr

Schöllenbacher Altar:
Montag bis Freitag jeweils 15:15 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag jeweils 15:15 und 16:15 Uhr

November und Dezember (außer Adventswochenenden; außer 24., 25. und 26. Dezember)

Gräfliche Sammlungen: täglich 14:00 Uhr
Schöllenbacher Altar: täglich 15:15 Uhr

Adventswochenenden

Gräfliche Sammlungen
Freitag bis Sonntag jeweils 14:00, 15:00, 16:00 und 17:00 Uhr

Schöllenbacher Altar:
Freitag bis Sonntag jeweils 15:15 und 16:15 Uhr

Silvester und Neujahr

Gräfliche Sammlungen: 14:00 Uhr
Schöllenbacher Altar: 15:15 Uhr

Individuelle Führungen

Das ganze Jahr über mit Voranmeldung möglich.

Anschrift

Betriebsgesellschaft Schloss Erbach gGmbH
Marktplatz 7
64711 Erbach

Telefon (0)6062-809360

Fax (0)6062-8093615
info@schloss-erbach.de

EintrittspreiseGräfliche SammlungenSchöllenbacher Altar
Erwachsene6,00 €3,50 €
Rentner, Wehr-/Zivildienstleistende, Gruppen von 20 bis 50 Personen5,00 €3,00 €
Gruppen ab 51 Personen4,50 €2,50 €
Schüler und Studenten3,50 €2,00 €
Schüler- und Studentengruppen ab 20 Personen3,00 €1,50 €
Familien13,00 €8,00 €
Kombiticket Gräfliche Sammlungen & Schöllenbacher Altar
Erwachsene8,00 €
Rentner, Wehr-/Zivildienstleistende, Gruppen von 20 bis 50 Personen6,50 €
Gruppen ab 51 Personen5,50 €
Schüler und Studenten4,50 €
Schüler- und Studentengruppen ab 20 Personen3,50 €
Familien17,00 €
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