Wirtschaftsregion

Scheuergasse

Die Scheuergasse, eine von zwei Scheunenstraßen in Zwingenberg, wurde erstmals um 1500 bezeugt.

Blick in die Scheuergasse
Blick in die Scheuergasse - © Stadt Zwingenberg

Die Scheuergasse geht auf einen landgräflichen Befehl zurück, der besagte, dass innerhalb der Stadtmauern nicht mehr an brennbaren Vorräten aufbewahrt werden dürfte, als Mensch und Vieh innerhalb von drei Tagen und drei Nächten "verätzen" könnten. Die Brandgefahr innerhalb der Stadtmauern sollte damit verringert werden.

Die Scheuergasse bildete zusammen mit einer weiteren Scheunenstraße in der heutigen Hohl somit die Vorratskammer Zwingenbergs. Es kann davon ausgegangen werden, dass sie deshalb oft geplündert und niedergebrannt wurde.

Der letzte verheerende Brand war im Jahr 1832. Dabei brannten alle Scheunen auf der Nordseite nieder. Nach dem Brand wurden sie mit Bruchstein wieder aufgebaut. Die Scheunen der Südseite bestanden bis zu ihrer Renovierung weiterhin aus Fachwerk.

1975 kam öffentlich der Gedanke auf, was mit der historischen Scheuergasse geschehen soll. Die Scheunen waren zum Teil längst baufällig. Doch man erkannte, dass die Scheuergasse städtebaulich eine Einmaligkeit sei und als Ensemble zur Altstadt gehört.

1979 begann deshalb der Ausbau der Gasse für Wohn-, Gewerbe- und Kleinkunstzwecke. Der Großteil der Scheunen wurde verkauft, weshalb sich viele Neubürger ansiedelten. Die Umbauten der Scheunen zu unterschiedlichen Objekten verlieh der Scheuergasse ein ganz neues Bild.

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