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Vortrag "Wie war das mit Siegfrieds Sarg?

Matthias Rummel beleuchtete in seinem Vortrag am 18. Oktober 2015 Geheimnisse aus dem Nibelungenlied.

Der Autor und Nibelungenforscher Matthias Rummel lieferte in seinem Vortrag fundiertes Hintergrundwissen zu einer der bedeutendsten deutschen Sagen. Rummel erläuterte dabei die Handlungsweise der Protagonisten der Sage im historischen Kontext. Er interpretiert das Nibelungenlied als eine Warnung an Heinrich VI., den Staufer-Kaiser, der nach der Weltherrschaft strebte, was letztlich zum Untergang führte. Trotz der zeitlichen Einordnung ins Mittelalter ist die Erzählung für Rummel eine zeitlose Geschichte über Macht und Intrigen, heimliche Abmachungen und Ideenklau - sprich über die Politik.

In der Handschrift C (Codex Donaueschingen 63) aus dem 13. Jahrhundert wird auch das Kloster Lorsch erwähnt. Die acht "Lorsch-Strophen" sind für die Handlung zwar nicht von elementarer Bedeutung, nach Einschätzung von Historikern dienten sie aber zum Zweck der Propaganda für das Kloster.

Rummel bezeichnete den Versuch, ein solch komplexes Thema in einem nur einstündigen Vortrag zusammenzufassen als "sportliche Herausforderung". Die Zuhörer, die dem Vortrag bewohnten, zeigten sich begeistert.

Matthias Rummel ist der Autor des Buches „Nibelungen – Eine sehr originale Geschichte“. Mit einem Augenzwinkern beleuchtet er darin das Nibelungenlied. Bei den Recherchen für das Buch wurde der Nachfahre der Familie Steinach – Neidhard von Steinach – ausfindig gemacht, der sensationelle Fakten rund um das Nibelungenlied und alte Illustrationen zur Verfügung stellte.

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