Wirtschaftsregion

EIN WEITERES TOURISTISCHES HIGHLIGHT IN GRASELLENBACH

Kleines Museum für alte Läden und Reklame zeigt im Gemeindeteil Hammelbach die Einkaufs- und Werbekultur des vergangenen Jahrhunderts / Ab sofort der Öffentlichkeit zugänglich

Ein weiteres touristisches Highlight in Grasellenbach
Bei der Museumseröffnung zeigten sich die Gäste begeistert von den zahlreichen ausgestellten Sammlerstücken und Raritäten. Von links: der Betreiber Peter Heiß mit seiner Frau Andrea, Landrat Matthias Wilkes, Rosel Jennewein, Bürgermeister Markus Röth, Sebastian Schröder, Zukunftsoffensive Überwald, Lars Gölz, Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, Bürgermeister Joachim Kunkel. - © WFB

Vier originale Läden von 1900 bis in die 1960er Jahre sowie hunderte Artikel und zahlreiche Email-Reklameschilder aus dieser Zeit zeigt das „Kleine Museum für alte Läden und Reklame“ im Grasellenbacher Gemeindeteil Hammelbach. „Das Museum soll den Besuchern die Einkaufs- und Werbekultur des vergangenen Jahrhunderts näher bringen“, erklärt der Betreiber Peter Heiß.

Gestern lud Heiß zur offiziellen Museumseröffnung, zu der zahlreiche Gäste kamen. Unter ihnen auch Landrat Matthias Wilkes, Bürgermeister Markus Röth, Gemeinde Grasellenbach, Bürgermeister Joachim Kunkel, Gemeinde Wald-Michelbach, Sebastian Schröder, Geschäftsführer der Zukunftsoffensive Überwald GmbH (ZKÜ), und Lars Gölz, Projektleiter der Tourismusagentur, ein Fachbereich der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB).

Wie Heiß erläuterte, begann seine Sammelleidenschaft für historische Dinge bereits in seiner Jugend mit einem ersten alten Reklameschild aus Email. Mit der Zeit erweiterte sich die Sammlung stetig. Schließlich wurde im Jahre 2011 ein alter Laden eingerichtet, der spontan bei Festen im Ort geöffnet war. Auf Grund der großen Begeisterung von Besuchern kamen noch weitere Ausstellungsstücke hinzu, darunter zwei komplette Ladeneinrichtungen. „2013 wurde die Ausstellungsfläche zu eng und nach einigen Umbaumaßnahmen im Scheunenteil des Hauses haben wir aus der ehemaligen Garage und Werkstatt noch neue Räume für das Museum geschaffen“, so der Betreiber.

Landrat Wilkes beglückwünschte ihn zur Eröffnung des Museums, „ein stimmiges Konzept aus einem Guss“, das hervorragend in das ländliche Leben passe, das vor Ort unmittelbar greifbar sei. Ein Museumsbesuch in Grasellenbach sei bestens mit anderen touristischen Aktivitäten, zum Beispiel einer Draisinenfahrt, kombinierbar. „Eine tolle Sache und eine Bereicherung für die Region“, so der Landrat.

Bürgermeister Röth unterstrich, dass die Attraktivität eines Ortes davon lebe, was die Einheimischen dazu beitragen. Das Engagement von Heiß käme nicht nur Grasellenbach, sondern dem ganzen Überwald zugute. Nicht zuletzt zeige das Museum, dass man mit den geschaffenen Angeboten in der Region in die richtige Richtung gehe. „Insgesamt sind wir auf einem guten Weg“, so der Bürgermeister.

Die Bedeutung des Museums als weiteren Mosaikstein der touristischen Anziehungspunkte im Kreis Bergstraße hob Lars Gölz hervor. Den Gast erwarte im Odenwald ein ganzes Spektrum verschiedener Möglichkeiten, die Freizeit interessant zu gestalten. „Wir brauchen diese unterschiedlichen Attraktionen in der Region“, so das Fazit des Tourismusexperten.

Im Namen aller Überwaldgemeinden sprach Schröder Peter Heiß seinen Dank für dessen Einsatz aus. Der ZKÜ-Geschäftsführer griff die Worte von Gölz auf: Neben einer stattlichen Anzahl von Museen in der Region gebe es zum Beispiel die Sommerrodelbahn in Wald-Michelbach oder die Solardraisine, mit denen Besucher Ursprüngliches mit aktiven Freizeiterlebnissen verknüpfen könnten.

Anschließend wünschte der Gemeindepfarrer Stefan Ningel dem Museumsbetreiber alles Gute und erbat Gottes Segen für sein Vorhaben.

Info: Das „kleine Museum für alte Läden und Reklame“ befindet sich in der Schulstraße 38, in 64689 Grasellenbach-Hammelbach und ist ab sofort für Besucher geöffnet. Besuchszeiten erfolgen nach Vereinbarung per Telefon unter (06253) 21705 oder per E-Mail unter info@alte-laeden-reklame-museum.de. Erwachsene zahlen 2,50 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei, Schulklassen pauschal 20 Euro. Weitere Infos sind auch im Internet unter www.alte-laeden-reklame-museum.de abrufbar.

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