Wirtschaftsregion

NEUE INFORMATIONSTAFEL AUF DEM NIBELUNGENSTEIG

Tafel berichtet über den Odenwald als Jagdgebiet der Burgunder / Gestern offizielle Enthüllung mit Landrat Wilkes und Bürgermeister Oehlenschläger

Neue Informationstafel auf dem Nibelungensteig
Die Tafel enthüllten Landrat Matthias Wilkes (Mitte), Bürgermeister Volker Oehlenschläger, Gemeinde Fürth (2.v.l.), Reinhard Diehl, Geschäftsführer des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald e.V. (re.), Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB) (2.v.r.), und Lars Gölz, Projektleiter der Tourismusagentur, ein Fachbereich der WFB (l.). - © WFB

Nebelschwaden und nass-kalte Witterung sorgten bei der gestrigen Enthüllung einer neuen Informationstafel am Nibelungensteig in Fürth für die passende mystische Stimmung.

"Wir haben heute typisches Nibelungenwetter", stimmte Landrat Matthias Wilkes auf das Thema ein. Denn der ganze Kreis Bergstraße und vor allem der Odenwald ist eng mit der Nibelungensage verknüpft: So findet man überall Spuren und Hinweise auf die Helden, Begebenheiten und Orte aus dem Nibelungenlied – von Quellen und Brunnenanlagen über Bezeichnungen von Straßen und Plätzen bis hin zum "Siegfriedsarg" in Lorsch. Für seine Jagdausflüge soll der Stamm der Burgunder der Sage nach den Odenwald genutzt haben.

Die neue Informationstafel in der Nähe der Walburgiskapelle auf dem Nibelungensteig in Fürth-Weschnitz, von der aus man einen weiten Blick über die Höhen und Täler des Odenwaldes erhalten kann, nimmt darauf Bezug.

"Der Nibelungensteig ist ein Leuchtturmprojekt im Kreis Bergstraße", sagte Bürgermeister Oehlenschläger. "Vieles, was mittlerweile entstanden ist, wie die Solardraisine, die Modellbahnwelt Odenwald oder die Freizeiteinrichtungen rund um die Sommerrodelbahn in Wald-Michelbach, hat mit dem Nibelungensteig begonnen", so der Bürgermeister.

Die Informationstafel an der Walburgiskapelle ist eine von mehreren Tafeln am Nibelungensteig, die einen Bezug zum Nibelungenlied herstellen. Dabei wird jeweils zunächst eine Textpassage aus dem Nibelungenlied vorgestellt und erläutert, anschließend auf eine spezielle Sehenswürdigkeit oder einen sagenträchtigen Ort hingewiesen – in diesem Fall auf das Jagdgebiet der Burgunder.

Neben der heute enthüllten Tafel gibt es derzeit im Kreis Bergstraße eine weitere in Zwingenberg (mit Bezug zum Schloss Auerbach), sowie zwei Tafeln in Lindenfels (mit Bezug zum Drachenmuseum sowie zum Brunnen am Teufelsloch, dem Lindenfelser Siegfriedbrunnen).

"Mit der Tourismusagentur, einem Fachbereich der WFB, wollen wir in enger Kooperation mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald e.V. den Nibelungensteig noch stärker auf das Nibelungenthema ausrichten und gemeinsam mit den Kommunen die Infrastruktur vor Ort nach und nach erweitern", erläuterte Dr. Zürker. Weitere Informationstafeln, die die im Nibelungenlied beschriebene Sage direkt vor Ort erlebbar machen, sind geplant.

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