Die Darstellenden der Familia Carolina lassen den frühmittelalterlichen Alltag lebendig werden. ©SG, Foto: M. Thumm
12.08.2026 / Von 10 bis 17 Uhr gibt dann die zur UNESCO Welterbestätte gehörenden Anlage einen lebendigen Eindruck der Alltagskultur des Jahres 876. Mehr als 40 Living-History Darstellende, darunter die Familia Carolina, zeigen in den Hütten und Häusern eindrucksvoll, wie damals Menschen aller Schichten auf einem karolingischen Herrenhof lebten und arbeiteten. Darüber hinaus wird es auf dem ganzen Gelände verteilt zahlreiche Handwerksvorführungen geben, darunter Schmieden, Weben, Färben, Knochenschnitzen oder auch Lederverarbeitung.
Für das leibliche Wohl sorgt an diesem Tag die Freiwillige Feuerwehr Lorsch. Der Eintritt kostet 7,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro, die Familienkarte 16,50 Euro.
Das Jahr 876 wurde ausgewählt, weil es das Todesjahr König Ludwig des Deutschen (*um 805, +876) ist, dass sich in diesem Jahr zum 1150. Mal jährt. Ausdruck der engen Verbindung des Frankenkönigs zum Kloster Lorsch war seine Beisetzung dort am 29. August 876. Ludwig, ein Enkel Karls des Großen, war seit dem Vertrag von Verdun im Jahr 843 König des Ostfrankenreichs. Wie viele karolingische Herrscher stützte er seine Macht gezielt auf bedeutende Reichsklöster – Kloster Lorsch nahm dabei eine herausragende Stellung ein, es war eines der wichtigsten geistlichen, kulturellen und politischen Zentren des Reiches. Mit dem Begräbnis des Königs erreichte die Abtei den Höhepunkt ihrer politischen und geistlichen Bedeutung.